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2 CV
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Sie hat die Welt umrundet, Wüsten durchquert, Gebirge und tropische
Urwälder bezwungen und ist auf allen Straßen dieser Welt zu finden.
Trotz ihrer über 50 Jahre ist sie jung geblieben. Zwar verschwand mit
fortschreitender Technik das urige Wellblech ebenso wie der Tachometer
vorn links an der Frontscheibe ( ... damit der auf dem Motorrad
nebenherfahrende Polizist nicht mehr die Geschwindigkeit ablesen
könne, hieß es gerüchteweise ) , und die Scheibenwischer werden heutzutage
von einem eigenen Motor angetrieben. Geblieben sind die Klappfenster,
die Krückstockschaltung, der breite Lüftungsschlitz vorn, das Rolldach und
der große Innenraum mit den bequemen Gartenstühlen, die zum Picknick im Freien
leicht herauszunehmen sind.
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Aus dem Küken mit 9 PS und 65 km/h entwickelte sich ein prächtiges Exemplar
mit inzwischen 29 PS und mehr als 110 km/h. Längst bieten keine Regenwassereinbrüche
in die Karosserie mehr Anlass zur Behauptung, sie sei das erste "Einspritzmodell"
gewesen. Ihre Silhouette ist so unverwechselbar wie ihr nostalgischer Charme. Sie
ist nicht umzuwerfen, aber einfach umwerfend: Die " Ente " auch 2CV oder Döschwo genannt.
In unscheinbarem Grau erschien sie erstmals 1948 auf der Pariser Automobilausstellung.
Bei ihrer Enthüllung soll ein bekannter französischer Motorjournalist ausgerufen
haben: " Hier hat der stilze Schwan Citroen ein hässliches Entlein geboren " .
Aber das ist nur eine von vielen Legenden um die Bezeichnung " Ente " .
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Die " Ente " ausgefallene Form, Technik, Ausstattung und Farbe riefen teils
uneingeschränkte Bewunderung, teils ebenso uneingeschränkte Ablehnung hervor
und so ist es bis heute geblieben: man mag die Ente oder man mag sie nicht ...
Es gibt Personen, die im Ente-Fahren eine Signalbedeutung sehen
(Understatement, Herausheben aus der Masse der anonymen Autofahrer )
und andere, die sie nur als preiswerten Zweitwagen besitzen. Von dieser
Minderheit soll hier nicht die Rede sein, denn das sind keine
" echten " Entenfahrer.
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Allerdings wird man vergeblich nach einem in irgendwelche Kategorien
einzuordnenden Entenfahrer-Typ suchen == den gibt es nicht. Vom Schüler
bis zum Professor, von der Journalistin bis zur Hebamme, vom Azubi bis
zum Chef, von 18 bis 81 und mehr Jahren reicht die bunte Palette all
derer , die aus Überzeugung, aus Freude an der Ente mit ihr fahren.
Jeder dieser Fahrer ist im Grunde seines Wesens Individualist.
Und die Ente, anpassungsfähig, (ver)führt zu einer ganz bestimmten,
philosophisch zu nennenden Lebensauffassung.
Ente fahren ist etwas Unvergleichliches. Es lässt sich nicht beschreiben,
sondern nur selbst erfahren. Dann wird man früher oder später versuchen,
dieser " Lebensfreude auf Rädern " sichtbar Ausdruck verleihen, sie anderen
mitzuteilen und mit anderen zu teilen.
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